Änderung der Leitsätze Fleisch- und Fleischerzeugnisse

Der Fachausschuss 1 der Deutschen Lebensmittelbuch-Kommission (DLMBK) hat mehrere Leitsatznummern der Leitsätze auf Aktualität und Lesbarkeit überprüft. Die Geschäftsstelle der DLMBK hat die Änderungsempfehlungen des Fachausschusses 1 nunmehr zur Überprüfung und Kommentierung an die interessierten Kreise übermittelt.

Für das Fleischerhandwerk sind dabei vor allem die vorgeschlagenen Änderungen des Leitsatzes zum Kochschinken (Leitsatzziffer 2.341) von Bedeutung. Die Vorgaben für Produkte, deren Bezeichnung auf eine handwerkliche Herstellung hinweisen (zum Beispiel „Traditions-“ oder „Klassik-Schinken“) sowie für solche Produkte, bei denen Hinweise wie „Metzger-“, „Fleischer-“ oder „Meister-“ verwendet werden, sollen unangetastet bleiben. Bei Schinken, die bislang mit dem Zusatz „aus Schinkenteilen zusammengefügt“ versehen werden mussten, soll dies in Zukunft nicht mehr notwendig sein. Handgelegte Schinken sollen zur Abgrenzung der Qualitäten in Zukunft jedoch als solche bezeichnet werden dürfen. Dies hätte zur Folge, dass industriell hergestellte Schinken nicht mehr besonders gekennzeichnet werden müssten, eine positive Auslobung bei handwerklich hergestelltem Schinken dagegen möglich wäre.

Daneben enthalten die Leitsätze beispielsweise Konkretisierungen bei den Angaben abweichender Tierarten beim Cordon-Bleu oder dem Schnitzel Wiener Art (Leitsatz 2.508.1). 2

Der DFV wird die Änderungsempfehlungen einer genauen Prüfung unterziehen und anschließend für das Fleischerhandwerk Stellung nehmen.