DFV und Arbeitsgemeinschaft Lebensmittelhandwerk fordern Systemrelevanz

DFV-Präsident Herbert Dohrmann, der auch Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Zentralfachverbände des Lebensmittelhandwerks ist, hat ein Schreiben an den Bundeswirtschaftsminister und an die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft gerichtet. Zuvor hatte sich der DFV mit einem Schreiben an den Krisenstab von Bundesgesundheits- und Bundesinnenministerium gewandt.

Dabei wurde deutlich auf die Bedeutung der Fachgeschäfte im Lebensmittelhandwerk für die Versorgung der Bevölkerung hingewiesen. Man gehe davon aus, dass Unternehmen des Lebensmittelhandwerks in entsprechende Ausnahmeregelungen einbezogen werden, sollte es zu allgemeinen Schließungsanordnungen kommen.

Es sei für die Krisenzeit und für die Zeit danach von besonderer Wichtigkeit, dass die kurzen Vermarktungswege des Handwerks von der bäuerlichen Landwirtschaft über die regionale Schlachtung und Verarbeitung bis hin zum Verbraucher vor Ort erhalten blieben. Die Ausklammerung einzelner Teile der Verbraucherversorgung mit Grundnahrungsmitteln würde dagegen zu weitreichenden und möglicherweise irreversiblen Strukturveränderungen führen.

Im politischen Raum scheint diese Forderung nun zu greifen, zumindest Ministerin Klöckner hat sich dieser Forderung jetzt angeschlossen. Auch einzelne Bundesländer haben diesen Punkt positiv aufgegriffen.