Zwei Tage Fleischer Nord

Erste gemeinsame Mitgliederversammlung

Am 18. März 2019 fand im Rahmen der INTERNORGA die erste gemeinsame Mitgliederversammlung des Fleischerverbands Nord in Hamburg statt. Teilgenommen haben die Vertreter und Mitglieder der Fleischerverbände Niedersachsen-Bremen und Schleswig-Holstein sowie der Fleischerinnung Hamburg.

Kollegenabend mit New Cuts

Bereits am Vorabend der Versammlung trafen sich rund 140 Mitglieder zum Kollegenabend im Restaurant/Eventlocation „Altes Mädchen“ vis-à-vis dem Hamburger Fleischgroßmarkt. Im Rahmen der Veranstaltung führte Philip Sontag, selbstständiger Fleischermeister und Dozent an der Fleischerschule Augsburg, eine Praxis-Demonstration zum Thema New Cuts durch.

Der Fleisch-Sommelier und BBQ-Experte aus dem Allgäu zerlegte vor Ort ein Vorderviertel vom Rind und stellte seinen Berufskollegen die Vorteile von Teilstücken wie Flat Iron, Flap Meat, Flank Steak und Denver Cut vor. In einer anschließenden Gesprächsrunde wurden offene Fragen diskutiert, nach der Präsentation stand der Abend ganz im Zeichen des kollegialen Austausches bei Steak, Craft-Beer und Live-Musik.

     

Mitgliederversammlung auf der Internorga

Am Montag fanden dann die ordentlichen Mitgliederversammlungen der Verbände in den Tagungsräumen der Messe Hamburg statt. Auch dieser Tag war mit über 90 Teilnehmern außerordentlich gut besucht. „Wir freuen uns über den großen Zuspruch gestern und heute“, so Michael Durst, Obermeister der Fleischerinnung Hamburg. „Als Fleischerverband Nord kommt es vor allem darauf an, gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Nur so können die drei Landesverbände erfolgreich und gut zusammen arbeiten.“

Im moderierten Gespräch diskutierten die Landesinnungsmeister Herbert Dohrmann, Roland Lausen und Michael Durst gemeinsam mit den Anwesenden aktuelle Themen, die das norddeutsche Fleischerhandwerk beschäftigen. Gesprochen wurde über den Umgang mit Internet-Pranger und Topf-secret, freiweillige Videoüberwachung in Schlachthöfe, genauso wie über die Themen ASP und Ferkelkastration, zu denen Landesinnungsmeister Roland Lausen aus Schleswig-Holstein erschöpfend Auskunft gab.

Regularien und Leistungsangebote

Für die Regularien begaben sich die Mitglieder der drei Landesverbände anschließend in getrennte Versammlungsräume. Alle Haushalte wurden einstimmig verabschiedet. In Hamburg und Niedersachsen-Bremen standen darüber hinaus Wahlen auf der Tagesordnung. In Hamburg wurde Michael Durst als Obermeister wiedergewählt, Dirk Hübenbecker bekleidet zukünftig das Amt des stv. Obermeisters. Als Lehrlingswart abgelöst wird er durch Rüdiger Rose. Christian Korb wurde in seinem Amt als stv. Lehrlingswart bestätigt, sein Bruder Andreas Korb wurde als Beisitzer neu in den Vorstand gewählt. In Niedersachsen-Bremen bekleidet Herbert Dohrmann für drei weitere Jahre das Amt des Landesinnungsmeisters. Heiner Kleinschmidt wurde als stv. Landesinnungsmeister wiedergewählt, ebenso Rainer Kos als Lehrlingswart. Auch alle übrigen Vorstandsmitglieder wurden ausnahmslos wiedergewählt. Zum Ende der Mitgliederversammlung stellte sich die Geschäftsstelle des neuen Verbandes Fleischer Nord gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern und Dienstleistern vor. „Uns ist ganz wichtig, dass unsere Mitglieder sehen, wer täglich für sie arbeitet und wen sie zu unterschiedlichen Fragestellungen ansprechen können“, betonte der Geschäftsführer des Fleischerverbandes Nord, Dr. Joachim Drescher. Das Team von Heller & Mackens berichtete aus der Praxis der fachtechnologischen Beratung, Hans Christian Blumenau, Referent beim DFV, sprach über das Leistungsangebot des Zentralverbandes in Fragen der betriebswirtschaftlichen Beratung. Auch die Partner von der Signal Iduna und der IKK Classic stellten ihr Leistungsangebot sowie konkrete Kooperationen mit Fleischer Nord vor.

„Ein Leben für das Fleischerhandwerk“

Eine besondere Ehrung erfuhr der langjährige stellvertretende Obermeister der Fleischerinnung Hamburg, Otto Meinert. Nach über 15 Jahren Mitarbeit im Vorstand der Innung und der zur Innung gehörenden Stiftung, konnte Meinert aus Altersgründen nicht erneut gewählt werden.

„Otto Meinert ist ein Paradebeispiel für ehrenamtlichen Einsatz und Engagement für sein Handwerk. Wenn er jetzt auch aus dem Vorstand ausscheidet, wird er uns trotzdem in der täglichen Arbeit als Mitglied der Meisterprüfungskommission und als Experte bei vielen Innungsaktionen erhalten bleiben“, freute sich GF Joachim Drescher.