Auf der Grünen Woche in Berlin kamen Vertreter des Deutschen Lebensmittelhandwerks mit Mitgliedern des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Heimat des Deutschen Bundestages zusammen. Ziel des Austauschs: Die besondere Rolle des Lebensmittelhandwerks als verbrauchernahe, hochwertige und nachhaltige Versorgungssäule sichtbar machen – und klar benennen, wo politische Rahmenbedingungen dringend nachgebessert werden müssen.
Das Treffen fand am Messestand des Bäckerhandwerks im Rahmen der Grünen Woche statt. In einem gemeinsamen Positionspapier überreichte Herbert Dohrmann, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft und Präsident des Deutschen Fleischer-Verbands, zusammen mit Gastgeber Roland Ermer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks, die Forderungen des Lebensmittelhandwerks an die Politik.
Hauptthesen des Forderungspapiers
Das Fleischerhandwerk steht für regionale Wertschöpfung, kurze Wege, hohe Qualität und Versorgungssicherheit. Gerade in Krisenzeiten zeigt sich, wie wichtig mittelständisch geprägte, regional verankerte Strukturen für die Lebensmittelversorgung sind.
Gleichzeitig geraten die Betriebe zunehmend unter Druck durch hohe Energie-, Rohstoff- und Arbeitskosten, durchwachsende Bürokratie und durchstaatlich verursachte Wettbewerbsnachteile, etwa durch ungerechte Gebühren oder steigende Eichkosten. Deshalb fordert das Lebensmittelhandwerk faire Rahmenbedingungen. Politische Entscheidungen dürfen das Handwerk nicht weiter strukturell benachteiligen.
DFV-Präsident Herbert Dohrmann (links) erläutert als Sprecher der AG Lebensmittelhandwerk die Forderungen der Unternehmen. Rechts daneben Bäcker-Präsident Roland Ermer und die Präsidentin des Konditorenbundes, Bettina Schliephake-Burchardt. 2. von rechts: Ausschussvorsitzender Hermann Färber (CDU).

