Afrikanische Schweinepest: Fälle in Sachsen

Die Zahl der amtlich bestätigten Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen in Deutschland hat zuletzt die Schwelle von 100 überschritten. Nun wurde die Tierseuche auch bei fünf Wildschwein in Sachsen nachgewiesen.

Die Infektion des ersten Tieres, eines weiblichen Überläufers aus dem Landkreis Görlitz in der Oberlausitz, nahe der polnischen Grenze, wurde bei einer routinemäßigen Untersuchung auf ASP im Rahmen einer Jagd festgestellt. Das Tier zeigte keine Krankheitssymptome, bevor es erlegt wurde. Ein zeitgleich erlegter Frischling wurde negativ getestet. Dieser neue Fundort in der Gemeinde Krauschwitz liegt circa zehn Kilometer entfernt von den bisherigen Restriktionsgebieten in Brandenburg.

Nach dem obigen bestätigten Fall in Sachsen sind nun vier weitere infizierte Wildschweine im gleichen Landkreis entdeckt worden. Die Gesamtzahl der amtlich bestätigten ASP-Fälle bei Wildschweinen in Deutschland liegt damit aktuell bei 158.

Um die Ausbreitung der ASP weiter einzudämmen, hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft die Schweinepest-Verordnung kurzfristig geändert. Die Änderungen, die im Rahmen einer Dringlichkeitsverordnung am 10. November 2020 in Kraft getreten sind, sollen die vollständige Reduzierung des Wildschweinbestandes innerhalb der sog. weißen Zonen ermöglichen, welche gerade um die Kerngebiete errichtet werden. 

Hier können Sie das DFV-Merkblatt zur ASP herunterladen.

Geflügelpest bei Wild- und Hausgeflügel

Unabhängig von der Ausbreitung der ASP weißt der DFV in seinem Anschreiben darauf hin, dass es in den vergangenen Wochen vermehrt zu Nachweisen der Geflügelpest bei Wild- und Hausgeflügel gekommen ist. Aktuell wurde das Virus in 200 Fällen festgestellt, in acht dieser Fälle sind kleinere und jüngst auch größere Hausgeflügelbestände in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Niedersachsen betroffen. Ähnlich wie bei der ASP kommt es auch nach einem amtlichen Nachweis der Geflügelpest zur Einrichtung von Restriktionszonen um die betroffenen Betriebe, in denen besondere Maßnahmen getroffen werden. Diese können auch Einschränkungen bei dem Verbringen anderer Nutztiere von den betroffenen Betrieben zur Folge haben.

Der DFV empfiehlt betroffenen Mitgliedsbetrieben, in diesem Fall den Kontakt zur zuständigen Behörde aufzunehmen.