ASP: weiterer Landkreis betroffen

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist weiter auf dem Vormarsch. Nun wurde das Virus bei Wildschweinen im nördlich der bisherigen Fallgebiete gelegenen brandenburgischen Landkreis Barnim nachgewiesen.

Bei den gefundenen Tieren handelt es sich um drei Frischlinge und einen Überläufer. Die Zahl der betroffenen Landkreise in Brandenburg erhöht sich damit auf sechs. Seit Auftreten des ersten Falles im September 2020 wurde das Virus bisher in 1.737 Fällen festgestellt (Stand: 30. Juli 2021).

Durch das Auftreten von mit der ASP infizierten Hausschweinen in Kleinsthaltungen (s. Rundbrief 7/2021) hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft erneut die besondere Bedeutung der Biosicherheitsmaßnahmen auch in sehr kleinen Schweinehaltungen betont. Diese seien in der Vergangenheit in den entsprechenden Betrieben nur mangelhaft eingehalten worden. Die Länder wurden aufgefordert, die Einhaltung der Maßnahmen insbesondere in solchen Betrieben verstärkt zu kontrollieren. Wie genau der Erreger in die Bestände gekommen sein könnte, wird derzeit noch untersucht.

Der DFV hat das Merkblatt zur ASP aktualisiert. Es wird empfohlen, bei entsprechender Betroffenheit direkten Kontakt zum zuständigen Veterinäramt aufzunehmen, um sich über die erforderlichen Schritte für eventuelle Ausnahmegenehmigungen abzustimmen. Unser Zentralverband wird die Situation weiter aufmerksam verfolgen.