Erstes Etappenziel erreicht: Fleischerhandwerk wird förderfähig

Ein erster Schritt zu einer angemessenen Unterstützung der Unternehmen des Fleischerhandwerks ist getan. Bundeswirtschaftsminister Habeck hat gestern beim Dritten Mittelstandsgipfel angekündigt, dass künftig nicht mehr nur diejenigen Branchen unterstützt werden, die auf der sogenannten KUEBLL-Liste stehen, sondern alle energieintensiven Unternehmen. Damit ist mit der grundsätzlichen Förderfähigkeit des Fleischerhandwerks in wichtiger Etappenerfolg erzielt worden.

Damit ist aber noch nicht alles erreicht, was notwendig ist. Wichtige Eckpunkte sind nach wie vor offen. Welche Bedingungen genau gelten werden, um tatsächlich anspruchsberechtigt zu sein und wieviel Unterstützung dann fließen wird, weiß man noch nicht. Wie Habeck selbst einräumt, ist das auch noch Gegenstand der Abstimmungen innerhalb der Koalition. Das wird noch dauern, was für viele Betriebe ein gravierendes Problem sein wird. Immerhin wird jetzt in Aussicht gestellt, dass die Unterstützungszahlungen dann möglicherweise auch rückwirkend ab September 2022 fließen könnten.

Der Schwerpunkt der Arbeit wird nun darauf liegen, für ein unbürokratisches Verfahren zu werben, das die Handwerksbetriebe auch leisten können. Wichtiger noch ist, dass die Hilfen jetzt schnell anlaufen. Darauf hat auch der ZDH in seiner ersten Stellungnahme mit Nachdruck hingewiesen. Viel wird davon abhängen, wie viel Geld in die Wirtschaft insgesamt fließen wird und wie schnell sich die Koalition auf die Verteilung einigt.

Auch das Ziel, dass kleine Unternehmen höhere Förderquoten brauchen als große, soll weiter verfolgt werden. Hier wird es sicher den größten Widerstand geben, dennoch ist eine solche Regelung sachgerecht und notwendig.

Quelle: DFV