Fleischer Nord kooperiert mit KWG Rechtsanwälte

Wir erweitern unser Leistungsangebot. Ein Kooperationsvertrag mit der Kanzlei KWG Rechtsanwälte sichert den Mitgliedsbetrieben fundierten Rat in lebensmittelrechtlichen Fragen.

„Wir leben im Zeitalter permanenter Krisen. Da ist es wichtig, das Beratungsangebot für Mitgliedsbetriebe anzupassen. Wir haben beispielweise aus den Listerienfällen des vergangenen Jahres gelernt, dass Behörden zum Teil Anordnungen erlassen haben, die als überzogen bezeichnet werden können. Bei einigen Maßnahmen war auch die rechtliche Zulässigkeit fragwürdig. Als einzelner Betrieb steht man dem oftmals hilflos gegenüber. Deswegen haben wir als Nordverband reagiert und eine Kooperation mit Prof. Weyland und seinem Team gesucht. Zusammen mit unseren Experten in Frankfurt sehen wir uns nunmehr gut aufgestellt“, erklärt Herbert Dohrmann, Präsident des DFV und Landesinnungsmeister von Niedersachsen/Bremen.

Im Krisenfall vertritt KWG die Interessen des betroffenen Betriebs nun gemeinsam mit den fachtechnischen Beratern von Fleischer Nord. Fachberater Jens Mackens begrüßt die Zusammenarbeit: „Im konkreten Einzelfall, etwa wenn Listerien in einem Betrieb gefunden werden, geht es nicht nur um technische Fragen, sondern auch um rechtliche. Die Zusammenarbeit mit Prof. Weyland bringt ein Mehr an Sicherheit für uns und die Mitgliedsunternehmen.“

Gerd Weyland selbst sieht die Notwendigkeit, die Kommunikation zwischen Überwachungsbehörden, Verbänden und Betrieben zu verbessern, damit auch im Krisenfall vertrauensvoll zusammengearbeitet werden kann. So sei es wichtig, mit erfahrenen und qualifizierten Laboren zu kooperieren. Gemeinsam mit der Lebensmittelüberwachung könne man beispielsweise Lebensmittelsicherheitsbewertungen für einzelne Produkte erstellen. Dabei gehe es auch um die Einstufung in die jeweiligen Produktgruppen 1.2. oder 1.3., die unterschiedlichen Kriterien unterliegen. Sollte es nötig sein, Produkte zurückzurufen, sollten sich betroffene Unternehmen ebenfalls immer mit den Behörden abstimmen und keine Texte auf eigene Faust an die Presse oder die Öffentlichkeit bringen.

Die fachtechnische und rechtliche Beratung flankiert der Fleischerverband Nord über den Dialog mit Politik und Behörden. Herbert Dohrmann: „Wir wollen nicht länger das schwächste Glied in der Kette sein, wir verlangen faire Untersuchungen sowie ein verhältnismäßiges und überall im Land vergleichbares Vorgehen der Behörden.“ Notwendig seien individuelle, partnerschaftliche Problemlösungen sowie ein transparenter Dialog. Aufsichtsbehörden, Politik und Handwerk sollten einerseits im Sinne des Verbraucherschutzes zusammen arbeiten. Andererseits gehe es auch darum, die Existenz betroffener Betriebe zu gewährleisten und wirtschaftliche Schäden möglichst gering zu halten. Auch ein möglicher Rückruf dürfe nicht als Makel, sondern als Ausweis verantwortlichen Handelns kommuniziert werden.