Party-Service-Umsätze bis Ende 2022 mit 7 % Umsatzsteuer

Für Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen gilt seit 1. Juli 2020 der ermäßigte Umsatzsteuersatz von 7 %. Inzwischen hat der Gesetzgeber diese Regelung, die ursprünglich nur bis zum 30. Juli 2021 gelten sollte, bis zum 31.12.2022 verlängert.

Schon im Mai letzten Jahres stand die Frage im Mittelpunkt, ob diese Steuerermäßigung auch für die Umsätze im Partyservice greift. Hier führen Dienstleistungen, die über die reine Warenlieferung hinausgehen, normalerweise zum Regelsteuersatz von 19 % für den gesamten Auftrag. Der DFV hat sich schon im Juni 2020 beim Bundesministerium für Finanzen (BMF) um eine entsprechende Klarstellung bemüht. Nach Ansicht des DFV lässt die Steuersystematik keine andere Lösung zu.

Nachdem Ende Februar 2021 nochmals weitere Fragen zum ermäßigten Steuersatz an das BMF nachgereicht wurden, hat das Ministerium jetzt in einem Schreiben die geforderten Klarstellungen geliefert und ist dabei der Argumentation von ZDH und DFV gefolgt.

In Punkt 5 des BMF-Schreibens ist nun klargestellt, dass die Bereitstellung von Geschirr und Personal Teil der ermäßigt besteuerten Verpflegungsdienstleistung ist. Zum vollen Steuersatz von 19 % sind damit lediglich gelieferte Getränke abzurechnen.

Diese Klarstellung bedeutet, dass im Partyservice und im Catering auch von Fleischereien für die Jahre 2021 und 2022 der ermäßigte Steuersatz gilt. Dieser kommt ebenso zum Tragen, wenn im Rahmen des Auftrags auch Dienstleistungen erbracht werden. Für die derzeit von den Einschränkungen besonders betroffenen Betriebe mit üblicherweise hohem Partyservice-Anteil ergeben sich damit nach Ablauf der Einschränkungen erhebliche Steuerentlastungen.

Hier geht’s zum Schreiben des BMF.