Rechtsgrundlage zur Nutzung des Nutri-Score-Kennzeichens

Vor Kurzem ist im Bundesgesetzblatt die Erste Verordnung zur Änderung der Lebensmittelinformations-Durchführungsverordnung veröffentlicht worden, wodurch die Grundlage für eine Nutzung des Nutri-Score-Kennzeichens in Deutschland geschaffen wurde.

Der Nutri-Score ist ein System zur erweiterten Nährwertkennzeichnung, das die Pflichtkennzeichnung der Nährwerte durch ein weiteres Kennzeichen auf der Vorderseite von Verpackungen (Front of Pack-Labeling, FOP) ergänzen soll. Das Kennzeichen besteht aus einer fünfstufigen Farb-Buchstabenkombination und reicht von einem grünen A bis zum roten E. Es soll Verbraucherinnen und Verbraucher bei der Erfassung der Nährwerteigenschaften von Lebensmitteln unterstützen. Nach dem nun neu eingefügten § 4a Lebensmittelinformations-Durchführungsverordnung (LMIDV) ist die Nutzung des Nutri-Score-Kennzeichens freiwillig. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat die wesentlichen Informationen für Unternehmer auf der Internetseite www.nutri-score.de zusammengestellt.

Auf europäischer Ebene wird die Einführung eines verpflichtenden Systems zur ergänzenden Nährwertkennzeichnung diskutiert. Bereits auf nationaler Ebene sorgte die Frage, welches System das richtige sei, zu mitunter hitzigen Diskussionen. Vor dem Hintergrund, dass sich einige Mitgliedstaaten zwar ebenfalls für den Nutri-Score, andere dagegen für unterschiedliche Systeme entschieden haben, dürfte dies in Brüssel ebenfalls zu interessanten politischen Auseinandersetzungen führen. Der DFV wird sich gemeinsam mit dem Internationalen Metzgermeister-Verband dafür einsetzen, dass die ergänzende Nährwertkennzeichnung auf der Vorderseite der Verpackung weiterhin freiwillig bleibt und von der Ausnahme zur verpflichtenden Nährwertkennzeichnung nach Nr. 19 des Anhangs V zur Lebensmittelinformations-Verordnung umfasst wird.

Hier geht es zur ausführlichen Information des DFV.