Umsetzung des Urteils zur Meisterpflicht an der Theke

Laut Entscheidung des VGH Mannheim vom 18.12.2018 (Az. 6 S 2789/17) können Frischetheken zum Verkauf von Fleisch und Fleischerzeugnissen auch in Supermärkten nur dann betrieben werden, wenn diese in die Handwerksrolle eingetragen sind und somit der Verantwortung eines Fleischermeisters unterstehen. In zahlreichen Arbeitstreffen ist nun vom ZDH in Zusammenarbeit mit Handwerkskammern und Verbänden des Fleischerhandwerks eine Handreichung erstellt worden, die die Umsetzung bundeseinheitlich regeln soll.

Der DFV sieht dieses Papier als vernünftigen Kompromiss an, denn es betont einerseits die Wertigkeit der Berufsausbildung sowie den Stellenwert der Meisterqualifikation und erlaubt gleichzeitig pragmatische Lösungen für Fleischereifilialen.

Einen unmittelbaren Handlungsbedarf durch die Betriebe sieht unser Zentralverband derzeit nicht, denn diese könnten zunächst auf die bisherige Praxis des Betreibens einer Filiale vertrauen. Es sei allerdings damit zu rechnen, dass einzelne Handwerkskammern oder auch Überwachungsbehörden auf die Umsetzung des Urteils auch im Fleischerhandwerk drängen. Sollten dabei Anforderungen an die Betriebe gestellt werden, die über die Lösungen der ZDH-Handreichung hinausgehen, ist dies zwar grundsätzlich möglich, das sollte jedoch nicht widerspruchslos akzeptiert werden.

Melden Sie sich beim DFV oder in der Geschäftsstelle von Fleischer Nord, wenn Sie Unterstützung benötigen.

Hier geht’s zur Handreichung.